Haarlemmermeer und ARCADIS nutzen MapTalk, um die besten Fahrradrouten zu finden
Gemeinde Haarlemmermeer arbeitet mit ARCADIS zusammen, um mit MapTalk die besten Fahrradrouten auf der Grundlage von Einwohnerinput zu identifizieren.

Wer 20.000 Wohnungen schafft, verändert mehr als nur das Straßenbild
In Haarlemmermeer entstehen nicht weniger als 20.000 neue Wohnungen. Gleichzeitig wird das Bahnhofsumfeld von Hoofddorp umfassend erneuert und der Lincolnpark entwickelt. Dieses neue Quartier soll nachhaltig und zukunftsorientiert gestaltet werden und sichere, gut ausgebaute Fahrradverbindungen sowohl zum lebendigen Zentrum als auch zum zentral gelegenen Bahnhof erhalten.
Darüber hinaus arbeitet die Gemeinde gezielt daran, die Verbindungen zwischen dem Zentrum, dem Gewerbegebiet, den umliegenden Naturgebieten und verschiedenen Freizeitangeboten zu verbessern. Dafür ist eine neue, moderne und komfortable Fahrradroute vorgesehen.

Warum ist Bürgerbeteiligung bei diesem Projekt so wichtig?
Bürgerbeteiligung sorgt dafür, dass die Meinungen und Ideen der Einwohner in die Entscheidungsfindung einfließen. Dies schafft nicht nur eine breitere Akzeptanz, sondern führt auch zu besseren Entscheidungen, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Gemeinschaft entsprechen.
Für Haarlemmermeer war es daher entscheidend, die Perspektiven der Einwohner einzuholen. Auf dieser Grundlage sollte eine Fahrradroute entwickelt werden, die nicht nur effizient, sondern auch sicher und attraktiv ist.
Mögliche Routen festlegen, die verschiedene Gebiete in Hoofddorp miteinander verbinden.
Risiken, Engpässe und Hindernisse räumlich erfassen.
Die Route auswählen, die von den Einwohnern am stärksten bevorzugt wird.
Anwohner in die Gestaltung der gewählten Fahrradroute und ihres Umfelds einbeziehen.

Haarlemmermeer
Haarlemmermeer: Wie erreichen wir diese Menschen?
Für das Projekt wurden zwei Beteiligungsabende mit Anwohnern organisiert. Beim ersten Termin standen die vorläufigen Entwürfe möglicher Fahrradrouten im Mittelpunkt. Beim zweiten wurde die ausgewählte Route weiter ausgearbeitet.
Die Praxis zeigt jedoch, dass an solchen offenen Veranstaltungen häufig vor allem ältere Menschen teilnehmen. Dadurch entsteht nicht immer ein repräsentatives Bild der betroffenen Bevölkerung. Manche Personen können aus körperlichen oder persönlichen Gründen nicht teilnehmen, fühlen sich in diesem Format nicht wohl oder haben zum betreffenden Zeitpunkt andere Verpflichtungen.
Bei solchen Projekten werden daher zunehmend digitale Beteiligungsplattformen wie MapTalk eingesetzt. MapTalk unterstützt Kommunen und Organisationen dabei, effektiv mit Einwohnern zu kommunizieren und sie in räumliche Projekte einzubeziehen. Die Plattform stellt eine interaktive Karte bereit, auf der Nutzer zeichnen, Vorschläge einreichen und direkt auf Pläne reagieren können.
Im Fall von Haarlemmermeer wurde MapTalk genutzt, um Einwohner nach ihren Präferenzen und Bedenken zu bestehenden Fahrrad- und Verkehrsrouten zu fragen. Über eine leicht zugängliche Online-Karte konnten sie:
die Routen auswählen, die sie bevorzugen, und ihre Wahl begründen;
Gefahrenstellen und Engpässe markieren, die ihnen Sorgen bereiten;
Vorschläge für Verbesserungen einreichen.
Auf diese Weise konnten auch Personen teilnehmen, die bei den Beteiligungsabenden nicht anwesend waren. Gleichzeitig wurden alle Rückmeldungen direkt einem Standort zugeordnet und strukturiert erfasst.
Um auf die Online-Beteiligung aufmerksam zu machen, kann beispielsweise ein QR-Code in Zeitungsanzeigen und bestehenden Ankündigungen platziert, ein Link in Pressemitteilungen aufgenommen oder mit Geofencing und Online-Werbung gearbeitet werden.
101 Online-Reaktionen
Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Haarlemmermeer, ARCADIS und MapTalk erwies sich als großer Erfolg. Insgesamt gingen 101 Reaktionen ein. Dank der Beiträge der Einwohner konnten die Planer erkennen, welche Route tatsächlich bevorzugt wurde.
Die Rückmeldungen halfen außerdem dabei, Engpässe wie gefährliche Kreuzungen und unübersichtliche Verkehrssituationen zu identifizieren. Da die Einwohner ihre Entscheidungen und Markierungen zusätzlich erläutern konnten, erhielten ARCADIS und die Gemeinde ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der Radfahrenden.
Dadurch konnte ein Routenkonzept entwickelt werden, das stärker an der täglichen Nutzung und den Erwartungen der Einwohner ausgerichtet ist.
Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses waren vielversprechend. Die Gemeinde konnte schließlich einen Routenplan vorstellen, der von einem breiten Teil der Bevölkerung unterstützt wurde, weil er direkt auf den Rückmeldungen der Einwohner basierte.
Die lokale Kenntnis der Teilnehmenden trug außerdem dazu bei, die Verkehrssicherheit durch angepasste Routen und verbesserte Infrastruktur zu erhöhen. Die stärkere Beteiligung der Einwohner wirkt sich somit nicht nur positiv auf die Wahrnehmung der kommunalen Planung und Entscheidungsfindung aus. Sie kann auch zu mehr Effizienz und geringeren Kosten führen, weil mögliche Probleme frühzeitig erkannt, bearbeitet und vermieden werden.
Wer 20.000 Wohnungen baut, kann sich keine Unklarheiten in der Entscheidungsfindung leisten
Der Einsatz von Beteiligungsabenden und digitaler Beteiligung durch die Gemeinde Haarlemmermeer und ARCADIS zeigt, dass Bürgerbeteiligung nicht nur eine sinnvolle Ergänzung ist. Sie leistet einen konkreten Beitrag zum Erfolg städtischer und infrastruktureller Projekte.
Indem Einwohner aktiv in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Projekte erfolgreich umgesetzt und von einer breiten Öffentlichkeit unterstützt werden.
Gemeinsam schaffen wir eine bessere, sicherere und stärker eingebundene Gemeinschaft.
Entdecken Sie, wie MapTalk Ihnen dabei hilft, Einwohner und Stakeholder in Ihr Projekt einzubeziehen.
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